Radolfzell, 08.10.2016, von T. Zimmermann

Großeinsatz in Radolfzell – Übung: Blauer Oktober

Die Explosion eines Güterwagens mit Gefahrgut in der Nähe der Technischen Betriebe Radolfzell verursacht einen Großeinsatz der FFW Radolfzell auf dem Gelände der Folienfabrik. Da die Feuerwehr an der Folienfabrik im Großeinsatz ist, wurde die Einsatzstelle "Technische Betriebe" dem THW übergeben, um die Rettungsmaßnahmen vorzunehmen.

Überblick über ein Teil der Übungsstelle...

Am Samstag, 08.10.2016 war es wieder so weit. Die landkreisweite Übung „Blauer Oktober“ fand bei uns in Radolfzell statt. Um 8.30 Uhr wurden die Ortsverbände aus Konstanz, Singen und Stockach durch die integrierte Leitstelle Konstanz alarmiert. Die Übung dauerte bis ca. 13.30 Uhr. Im Anschluss wurden alle Beteiligten durch den Verpflegungstrupp des OV Konstanz in unserer Unterkunft verpflegt.

Bei der Übung waren ca. 110 Helferinnen und Helfer involviert. Darunter die Johanniter aus Singen mit 12 Teilnehmern, die Notfalldarstellung des DRK Kreisverband Konstanz mit 12 Teilnehmern, der Fachgruppe Führung und Kommunikation vom Ortsverband Villingen-Schwenningen mit 3 Helfern und der Rest vom THW aus den Ortsverbänden Konstanz, Singen, Stockach und Radolfzell.

Der "Blaue Oktober" ist eine jährliche, landkreisweite Katastrophenschutzübung der vier THW-Ortsverbände aus Konstanz, Radolfzell, Stockach und Singen. Seit 2007 wird die Übung in einem rotierenden System abwechselnd von den vier Ortsverbänden organisiert. Die THW-Ortsverbände üben bei realistisch nachgestellten Einsatzszenarien den Ernstfall. Es ist kein Wettkampf zwischen den Ortsverbänden, sondern er dient zur Aus- und Weiterbildung der Helfer.

Bisher war diese Übung immer so, dass es 3 Stationen gab, welche rotierend jeder der 3 übenden Ortsverbände am Übungstag durchlaufen musste. In diesem Jahr haben wir ein anderes System angewendet, welches die anderen Ortsverbände zuvor nicht kannten.

Die diesjährige Übung bestand aus einer großen Übungsstelle für alle 3 Ortsverbände gleichzeitig. Somit wurde eine große Einsatzstelle simuliert, an welcher alle gleichzeitig arbeiten und verschiedene Aufgaben bewältigen mussten. Dies erzeugte bei den eintreffenden Einsatzkräften zuerst eine große Überraschung.

Aufgaben der Übung:

Die Zugtrupps mussten gemeinsam eine Führungsstelle einrichten und den gesamten Einsatz abwickeln.

Für die Bergungsgruppen standen verschiedenste Aufgaben an, welche gelöst werden mussten.

Personenrettung aus den unterschiedlichsten Lagen wie z. B. Retten aus Höhen und Retten aus Trümmern. Teilweise mussten zur Rettung auch zuerst schwere Lasten angehoben werden wie z. B. eine Straßenwalze. Eine Hauswand war einsturzgefährdet und musste abgestützt werden. Auf einen Hochbehälter sind zwei schwere Gittermasten gestürzt, welche beseitigt werden mussten. Kontaminiertes Löschwasser musste aus dem Bach, welcher unter den technischen Betrieben fließt, abgepumpt werden und der Kläranlage zugeführt werden. Hierzu konnte die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Ortsverbandes Radolfzell zur Unterstützung angefordert werden.

 

Auf ein Auto ist ein großer Baum gestürzt, welcher beseitigt werden musste. Ein Anhänger mit einem flüssigen Gefahrstoff befand sich auch auf dem Gelände, welcher auslief und einen Mitarbeiter schwer verletzte. Dieser musste mittels Umluft unabhängigem Atemschutz gerettet werden. Zuvor wurde die Gefahrenstelle weiträumig abgesperrt.

 

Das diesjährige System mit nur einer Einsatzstelle kam bei den übenden Kräften sehr gut an. Mal sehen, was sich der Ortsverband Konstanz für den 14.10.2017 einfallen lässt, wenn er den Blauen Oktober organisieren darf.


  • Überblick über ein Teil der Übungsstelle...

  • Verletztendarsteller der DRK Notfalldarstellung...

  • Behandlungszelt der Johanniter Singen...

  • Führungsstelle der 3 Zugtrupps...

  • Ablassen der Straßenwalze nach der Personenbergung (Person hat nicht überlebt)...

  • Zuschneiden der Strebstütze...

  • Abstützvarianten (nicht ganz fertig gestellt)...

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