Winterthur (CH), 01.07.2017, von T. Zimmermann

Gemeinschaftsübung mit dem Samariterverein Mammern-Eschenz (Schweiz)

Am Samstag, 01.07.2017 war es wieder so weit, die jährliche Übung zusammen mit den Samaritern aus Mammern - Eschenz (CH).

In diesem Jahr war der THW Ortsverband Radolfzell wieder zu Gast in der Schweiz. Aber diesmal nicht in Mammern oder Eschenz, sondern im Nachbarkanton Zürich in der Stadt Winterthur. Dort bot sich ein gutes Übungsobjekt an. Ein Autoverwerter, welcher sein gesamtes Gelände und auch alle seine Möglichkeiten zur Verfügung stellte.

Anders als man Übungen normal kennt, wurde ein ganz anderes System gewählt. Die Idee der Samariter Übungsleitung war es, mehrere Einzelstationen zu machen, anstatt ein großes Szenario. Das THW sowie die Samariter wurden in 4 Teams eingeteilt, wobei die Teams aus THW und Samaritern gemischt und zahlenmäßig ausgeglichen war.

Die 1. Station unterbrach spontan die Begrüßung. Denn dort wurde ein PKW-Unfall simuliert, wobei 2 Fahrzeuge beteiligt waren. In den beiden Fahrzeugen waren insgesamt 6 Personen und 1 Hund verletzt. Diese Station wurde mit allen gemeinsam gelöst.

Nach der 1. Station wurden dann 4 kleinere Übungsaufgaben durchlaufen. Dabei war je eine andere Gruppe federführend an der Aufgabe. Die restlichen 3 Teams stellten die Verletztensammelstelle und blieben als Pool-Personal im Hintergrund, auf welches man im Bedarfsfall zurückgreifen konnte.

Eine Übungsaufgabe bestand darin, 2 verletzte Personen aus einem LKW verletzungsgerecht zu retten. Dies war mit gemeinsamen, gemischten Kräften sehr gut zu Meistern.

Die folgende Aufgabe war es, eine Person aus einem Schrottplatzbagger mit einer um 2 Meter erhöhten Fahrerkabine zu retten, welche einen Schwächeanfall erlitt. Hier wurde technisches Gerät vom THW zur Höhenrettung eingesetzt. Diese Aufgabe erwies sich als sehr knifflig, konnte aber dennoch fachgerecht gelöst werden.

Ein Lagermitarbeiter kam im Hochregal unter eine umstürzende Palette mit mehreren LKW-Reifen. Dabei wurden die Beine eingeklemmt. Mit der Hydropresse wurde die Last langsam angehoben und gleichzeitig unterbaut, bis die Person verletztengerecht gerettet werden konnte.

An der letzten Station wurden mehrere Personen im Keller verletzt. Diese mussten verletztengerecht gerettet werden. Hier war die Spezialität, dass 3 der Verletzten Übungspuppen waren, welche durch das THW und die Samariter gemeinsam reanimiert werden mussten.

Bei allen Stationen betreuten die Samariter die Verletzten in der Verletztensammelstelle, bis die Übungsstation von der Übungsleitung beendet wurde.

Im Anschluss an die Übung wurde in gemütlicher Atmosphäre bei Gegrilltem und Kaltgetränken beendet.

Diese Übung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen für den Realfall ist. Und diese hat heute sehr gut funktioniert. 2018 findet die Gemeinschaftsübung dann wieder in Radolfzell statt.


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